DAS ALTE TESTAMENT

Die alten Mythen erzählen uns wesentliche Dinge über das Leben des Menschen.Das Paradies, die Vertreibung und der Brudermord : Die Schöpfung wurde dem Menschen von Gott anvertraut. Im Dienste seines Schöpfers bewahrt und behütet er die Schöpfung. Er gibt allen Wesen, die ihn umringen einem Namen: so wird er Mitschöpfer Gottes. Aber der Mensch verköpert zugleich das Gute und das Böse. Die größte Sünde ist die Hybris, der Hochmut, woraus Nacheifer und Streit entstehen. Weil das Böse im Menschen verwurzelt ist, bleibt er sein ganzes Leben auf der Suche nach Glück, Frieden und Sinn seines Lebens: der Mensch ist auf der Suche nach seinem verlorenen Paradies.

Der irrende Mensch : Auf Einladung der Stimme Gottes verließ Abraham seine vertraute Umgebung, um in einem besseren Land ein neues Leben zu beginnen. Abraham lässt sich auf seiner Suche von Gott leiten. Durch dieses Vertrauen ist er zugleich der Prototyp des gläubigen Menschen. Diese Beziehung zwischen Gott und Mensch wird in der Bibel die ‘Bundesschließung mit dem Gottesvolk’ genannt.

Der verstoßene Mensch wird der Retter – eine symbolische Erzählung.Joseph, der Liebling seines Vaters, wirdt durch seine Brüder verkauft : solange die Mensheit besteht, stellen Menschen dem ‘Bruder’ nach und schrecken nicht davor zurück ihn in den Tod zu treiben. Joseph, der zweite Mann im Reich der Pharaonen geworden, wird der Retter seiner Brüder, die durch Hungersnot getrieben, nach Ägypten gezogen sind. Dadurch wird Joseph zum Sinnbild für Christus, der als Verstoßener den Menschen neues Leben bringt.

Die Propheten erinnern an Gottes Auftrag: Im Laufe der ganzen Geschichte traten Propheten auf, die uns mit dem wichtigsten Auftrag unseres Lebens konfrontieren : Respekt vor dem Leben, Friedensliebe, Rechtschaffenheit, Gottvertrauen.